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Burganlage Limberg

Die Burganlage Limberg ist so etwas wie das "Wahrzeichen" der Stadt Preußisch Oldendorf.

Burganlage Limberg
Burganlage Limberg

In Börninghausen liegt im Bereich des UNESCO global-Geoparks TERRA.vita die Burgruine Limberg (1319 erstmals erwähnt). Von der gesamten baulichen Anlage sind heute noch der Turm, der Bergfried, einige Umfassungsmauern und Reste des Torhauses erhalten geblieben. Die Höhe des Bergfrieds beträgt 12 Meter. Dessen Wandstärke misst im unteren Bereich drei Meter. Der Turm konnte durch Restaurierung erhalten werden und kann auch von innen besichtigt werden. Außerdem ist es möglich, sich im Turm standesamtlich trauen zu lassen. Eine Informationstafel befindet sich neben dem Turm. Auch die Burgmauern wurden größtenteils restauriert. Seit 2016 befindet sich am Turm der Burgruine Limberg die erste TERRA.vista Station im Kreis Minden-Lübbecke. Hier können Hörspiele mit Informationen zur Burgruine Limberg selbst und zu ihrer geografischen Lage per Smartphone angehört werden.

Auf den folgenden Seiten finden Sie weitere Informationen zur Geschichte der Burganlage und dem Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg e.V.

Geschichte der Burgananlage Limberg

Die Burg Limberg wird 1319 erstmalig urkundlich im Pfandbesitz der Grafen von Ravensberg erwähnt.
Von dieser Burg aus gelang es den Grafen von Ravensberg nach und nach, die Landesherrschaft über die Kirchspiele Bünde, Rödinghausen, Börninghausen, Oldendorf und Preußisch Oldendorf zu erringen. Diese Kirchspiele bilden 1556 das ravensbergische Verwaltungsamt Limberg, neben den anderen Ämtern Sparrenberg, Ravensberg und Vlotho.
Auf dem Limberg hatten der ravensbergische Drost/Amtmann und der Rentmeister ihren Amtssitz. Die Verwaltungsfunktionen des Amtes Limberg wurden von hier ausgeübt. Das Amtsgericht Limberg (früheres Gogericht Angelbeke) tagte hier unter der Gerichtslinde. Für Haftstrafen gab es auf dem Limberg zwei nachgewiesene Gefängnisse. Auch gab es eine militärische Garnison auf der Burganlage.

Im Jahre 1609 kam die Grafschaft Ravensberg mit der Burg und dem Amt Limberg an das Kurfürstentum Brandenburg und das spätere (seit 1701) Königreich Preußen.
Da die Burganlage keine militärische Bedeutung mehr hatte, wurde sie im 18. Jahrhundert aufgegeben. Die nicht mehr genutzten Mauern und Gebäude verfielen. Nur noch die Gerichtsfunktionen wurden unter der Gerichtslinde und dem Limbergturm als Gefängnis bis 1807 ausgeübt. Daneben gab es noch ein landwirtschaftliches Vorwerk auf der Burg für die preußische Domäne Limberg. 1722 wurden aber auch diese Gebäude aufgegeben und ein neues Vorwerk am Nordhang des Limbergs errichtet.
Ab 1807 wohnte nur noch der preußische Forstschreiber im sogenannten Forsthaus an der Nordostseite der Burg (heute Hotel - Restaurant Forsthaus Limberg).
Von 1832 bis 1852 wurde nach und nach der preußische Staatsforst Limberg und die Burgruine Limberg vom preußischen Staat an die adelige Familie von Oheimb zu Hudenbeck und Holzhausen verkauft, die den größten Teil des Areals noch heute besitzt. Ein kleinerer Teil gehört heute der Familie Wilhelm Deeke als Besitzerin des Forsthauses Limberg mit Restaurant und Hotel.
Die Burganlage war nach 1807 ohne Nutzung und insbesondere der Limbergturm verfiel baulich immer mehr.

Nordwestlich der Burg Limberg befindet sich eine weitere mittelalterliche Burg, die Schwedenschanze, von der noch die Erdwälle zu sehen sind.

Limberg 1556 nach Prof. Dr. Engel, Bielefeld
Limberg 1556 nach Prof. Dr. Engel, Bielefeld

Zu sehen sind:

  1. Hauptburg mit Limbergturm, Gefängnis, Küchengebäuden und dem Amtssitz des ravensbergischen Drosten/Amtmanns zum Limberg, an den Limbergturm anschließend.
  2. Obere Vorburg mit landwirtschaftlichen Wirtschaftsgebäuden und Unterkünften für die militärische Garnison.
  3. Untere Vorburg mit Palisadenzaun nach Norden und dem Torhaus mit Brücke über den Burgraben. Von der Unteren Vorburg führt der Weg zur Oberen Vorburg. Das Burggelände war von einem Erdwall mit Burgraben und anschließenden hohen Mauern nach Süden, Westen und Osten umgeben. Nach Norden schützte neben der an den Limbergturm anschließenden Mauer zusätzlich ein Palisadenzaun an dem hier befindlichen Abhang.

Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg e.V.

Burganlage Limberg Banner
Burganlage Limberg Banner
Im Jahre 1982 hat sich der Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg als städtischer Verein gegründet, um den weiteren Zerfall der Burganlage aufzuhalten.

Die Stadt Preußisch Oldendorf hat in Zusammenarbeit mit dem Verein die Ruine des Turmes (Bergfried) und die Wallmauern der früheren Burg Limberg seit 1982 restauriert und der Öffentlichkeit wieder zugänglich gemacht.

Hier sind Mittel aus den Vereinsbeiträgen der zahlreichen Mitglieder geflossen, von der Stadt Preußisch Oldendorf in Form von Zuschüssen und Arbeitsleistungen sowie von den Vereinen und politischen Gruppierungen der Stadt. Besonders zu nennen sind staatliche Zuschüsse und Arbeitsbeschaffungsmaßnahmen des Arbeitsamtes als Modellfall im Land Nordrhein-Westfalen.

Allen, die mitgeholfen haben, gilt unser Dank!

Möge dieses wertvolle Geschichts- und Kulturdenkmal nach seiner Restaurierung auf historischem Boden in reizvoller Umgebung immer erhalten bleiben!

Mitgliedschaft im "Limberg-Verein"

Die bauliche Sicherung der Burganlage Limberg seit 1982 war nur durch das Engagement vieler Bürger und Limbergfreunde möglich. Wenn sie selbst auch diese Ziele unterstützen möchten, können Sie im Limbergverein Mitglied werden. Mit dem Jahresbeitrag von mindestens 15 € tragen Sie zu den Zielen des Vereins bei und leisten einen Beitrag auch zu der zukünftigen Sicherung der Burganlage Limberg.

Bitte füllen Sie den nachstehenden Vordruck der Aufnahmeerklärung aus und reichen Sie diese bei der Geschäftsstelle, Hudenbeck 2, 32361 Preußisch Oldendorf, ein. Auf Wunsch wird Ihnen die Vereinssatzung übersandt.

Gerne können Sie auch ohne Vereinsmitgliedschaft für den Verein zur Erhaltung der Burgruine Limberg e.V. und damit für die weitere bauliche Sicherung der Burgruine Limberg spenden. Da der Verein gemeinnützig ist, ist Ihre Spende steuerrechtlich abzugsfähig. Eine Spendenbescheinigung stellen wir Ihnen gerne aus.

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